2. Teil Katharina Wolf

von Stipendiat

Vertiefung

Emaillieren: Darauf habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut. Ich mag diese uralte Technik mit ihren besonderen Farben und dem unverwechselbaren Glanz. Im Schmuckbereich wird es immer weniger verwendet, weil Lacke einfacher und günstiger sind und zudem nicht so extrem hohe Temperaturen benötigen. Ich muss zugeben, die dauerhafte Verbindung von Glas und Metall hat so ihre Tücken, aber vielleicht ist es auch gerade das was mich daran reizt.

emailtisch

Das Museum ist fürs Emaillieren gut ausgestattet. Es gibt einen großen Brennofen und eine Vielzahl an Farben. Die Angaben zu den Schmelztemperaturen und die Farbmuster sind jedoch unvollständig, weshalb ich mit einigen Farbversuchen auf unterschiedlichem Untergrund starte. Angefangen bei den opaken Farben arbeite ich mich zu den anspruchsvolleren Transparenten vor.

emaillefarben

Dazwischen unternehme ich einige Versuche mit eingebrannten Graphitzeichnungen und durchgebranntem Emaille, so gefertigt, dass man die Möglichkeit hat sie als Ohrringe zu tragen.

emaille 1

Auch die Muster die ich mit der Dessinwalze auf die Bleche gebracht habe lassen sich gut emaillieren. Durch die Farbe kommen die gewalzten Muster noch deutlicher zur Geltung. Besonders bei den dunklen Farbtönen muss ich darauf achten, das Emaille dünn und gleichmäßig aufzutragen um einen schönen Kontrast zu erzeugen.

dessin-emaille-ohrstecker

In einem weiteren Schritt stelle ich die verschiedenen Walzmuster und Ovalformen zu größeren Kompositionen zusammen. Allerdings muss ich dazu löten. Nachdem die Temperatur im großen Ofen des Museums nur sehr schwer zu kontrollieren ist gelingt nicht jeder Versuch auf das erste Mal. Einige Teile fallen mir auseinander kaum dass das Emaille anfängt zu schmelzen. Manche Farben eignen sich besser als andere.

kompositionen

Alternativ zum Löten probiere ich es jetzt mit Abwicklungen und sich überlagernden Blechen. Die dadurch erzeugte Räumlichkeit finde ich gut, allerdings bin ich mit meiner Blechgröße durch die Breite der Dessinwalze begrenzt, weshalb sich hier nur kleine Teile herstellen lassen. Außerdem fehlt mir die Möglichkeit mehreren unterschiedliche Muster in einem Stück zu kombinieren. Es heißt also dran bleiben.

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