Aaron Fischer – Die Sache mit der Verpackung

von Stipendiat

 

Die letzten Monate gingen super schnell vorbei und ich werde die unterschiedlichen Projekte die ich verfolgt habe, nun der Einfachheit halber, in unterschiedlichen Kapiteln erläutern und davon Berichten.

Anfangen werde ich da wo ich das letzte mal aufgehört hatte.

Die Sache mit der Verpackung

Wisst ihr noch wie ich die Verpackung mit der Dose als Vorbild aus Papier bauen wollte?

Ganz so wie ich mir das vorgestellt hatte hat es leider nicht funktioniert, aber zum Glück ist man ja Flexibel und findet andere Lösungen oder Ansätze.

Aber alles hat seine Ordnung und ich schildere mal euch wie das alles abgelaufen ist.

Ich hatte mir im Museum Formen 3D drucken lassen mit denen ich mir erhoffte das frisch geschöpfte Papier zu pressen. Zwischen zwei Heizplatten gepresst und auf 50°C erwärmt habe ich das Papier sozusagen in Form gebügelt. Das Papier musste noch nass sein damit es seine Form behält. Man könnte es sich wie fortgeschrittenes und etwas kompliziertes Pappmaché vorstellen.

Das trocknen dauerte aber viel zu lange und das Plastik half nicht unbedingt bei dem Prozess, so dass das Papier zu müffeln angefangen hatte. Als es dann an der Luft getrocknet ist, hatte es sich endgültig auch noch stark verzogen.

Um das Problem der Trocknung zu umgehen, hatte ich als nächstes Gips im Sinn. Da dieser bis zu einem gewissen Grad Luftdurchlässig und sehr saugstark ist, könnte er dieses Problem lösen.

Also Gips gekauft und Formen gebaut, ein paar mehr als nötig, da ich etwas mit dem Trennmittel experimentieren musste. Und sobald diese endlich Trocken waren (zwei drei Tage über der Heizung) konnte endlich wieder gepresst werden. Die Trocknung war eindeutig Optimiert, der Gips sog und die Heizplatten heizten. Dummerweise dauerte das ganze immer noch einen guten Tag und das für nur eine Hälfte der Verpackung. Wenn man das in seinem Kopf grob durchrechnet merkt man schnell das es sich nicht wirklich lohnt… Da ich, dass was ich hier in diesem Stipendium lerne und entwickle, gerne später auch weiter nutzen möchte, muss ich mir was anderes einfallen lassen. Und als ob die Papiere meinen Gedanken unterstreichen wollten, hatten sie sich nach einer Woche gemeinsam verzogen.

Zeitlich gesehen stand dann schon bald Weihnachten vor der Tür und ich hatte mich erst mal anderen Dingen gewidmet die ich auch noch Schildern werde.

Nach Weihnachten hatte ich einen neuen Gedanken gefasst. Was ist wenn ich den Schmuck direkt im Papier einpacke?

Gesagt, getan und siehe da es funktioniert! Das Papier verzieht sich noch immer, aber in der neuen Ästhetik passt das nun besser. Das Papier lässt sich nun auch im Nachhinein wenn es schon getrocknet ist gut prägen.

Das ist nun der neueste Stand in Sachen Verpackung, ob auch größere und sperrigere Schmuckstücke gut passen muss ich noch ausprobieren, aber leider ist der nette Kollege Martin aus der Papiermanufaktur zurzeit nicht anwesend. Aber sobald er wieder das ist geht es gleich weiter.