5 0 8 . 1 5 . 2 . i m s a n d s p i e l e n

von Stipendiat

nach woche_1 maximal leicht angewärmt auf der suche nach der fesselnden tätigkeit. spindelpresse? kenne ich schon. gesenke meißeln? hab ich schon gemacht. guillochieren? könnte passen, aber da muss ich mich immer so konzentrieren. ich will spielen! wenn ich auch sonst keine pläne habe, spielen gehört zum obersten gebot beim ideen entwickeln. sand scheint dafür geeignet zu sein.

also an den sandguss herangetastet. selbst eine einfache „kreis“form (frei hand in den sand geritzt) hat ein paar versuche gebraucht, bis ich sie zum ausfließen bekommen habe. dann verschiedene materialien (glasperlen, plastik, haare, papier, messing) mit in die form gelegt und dabei festgestellt, dass zinn mit seinen 320C (hat es in unserem schmelzofen) nichts davon irgendwie angreift. nicht einmal papier wird von dem flüssigen zinn angegriffen, entzündet, verkokelt… immernoch w e i ß! faszination nummer eins!

frei in sand ritzen ist fast in sand schreiben. um die „schönere“ seite lesbar zu haben muss ich spiegelverkehrt schreiben.

– – – – – papier bleibt unversehrt trotz heißen zinns. ich schreibe in sand – – – – klar! ich könnte schrift auf papier gießen. ich mache ein loch ins papier in der hoffnung, dass es eingegossen wird.
check!

ganz beiläufig habe ich wieder einen weg gefunden mich mit meinen lieblingsthemen zu beschäftigen. papier und schrift. beides verfolgt mich seit meinem studium.
jetzt bin ich warm.

schrift in mehrlagiges papier gecuttert. in sandform gebettet. zinnguss.

want-to-do-liste ::: gießsand selbst anmischen, sodass ich sand von bestimmten orten als formsand benutzen kann ::: dafür „rezept“ recherchieren und sand suchen ::: edelmetall in, an, um papier gießen (jaaaaaa, das papier wird verbrennen, aber wer weiß was noch passiert)