5 0 8 . 1 5 . ∞ . w a s s o n s t n o c h g e s c h a h

von Stipendiat

ich hatte mir ja vorgenommen (siehe 508.15.2.) den formsand selbst zu mischen. andrea hatte da ein rezepet für mich: man mische bentonit (gemörsertes katzenstreu) mit sand (original museumssand vom spielplatz an der mühle, fein gesiebt) und einem hauch wasser, fertig ist der formsand. hat gut funktioniert. nur das mörsern und sieben dauert recht lange. durch die wahl des siebes hat man einfluss auf die körnung des sandes (abhängig von der maschendichte des siebes).

oben: handelsüblicher formsand
unten: DIY

das andere vorhaben war, edelmetall in papier zu gießen (siehe 508.15.2.). ich habe ein buch als gussform präpariert und silber hineingegossen. auch hier wurde ich überrascht. der bereitgestellte eimer wasser kam zum glück nicht zum einsatz. die seiten, die mit dem flüssigen silber in kontakt kamen sind gut angekokelt, gebrannt hat allerdings nichts. in dieser zeit war „hier riechts aber komisch!“ keine seltene aussage, wenn die museumsbesucher die schmuckabteilung erreichten.


so versuchte ich ringe in papier zu gießen.


auch hierzu wieder eine kleine studie: wieviel lagig muss das papier mindestens sein, funktioniert das mit jedem papier gleich gut, geschnitten oder gesägt, wo der gusskanal, ….

um nebenher auch mit schrift zu arbeiten habe ich handgeschriebenes in stahl graviert und hohlgeprägt…………….

v.o.n.u. handgraviertes gesenk, bleipfaff, brosche aus messing feingoldplattiert

……….und mich im emaillieren versucht. das blech ist so dünn gewalzt, dass darauf zu schreiben, eine spur hinterlässt. von dieser spur rutscht das email leicht hinunter, was die schrift wieder hervorhebt.

das waren ganz kurz umrissen meine letzten wochen im museum. inzwischen ist das zwei monate her. die liebe anna steht schon in den startlöchern. ich bin gespannt was sie uns zeigt!

die zeit im museum war super spannend! vielen dank andrea, dass du mich hast spielen lassen. ich empfand es als sehrsehr wertvoll, dass du es ermöglichst, dass wir stipendiaten so frei arbeiten können. danke natürlich auch an die firma c.hafner, die das stipendium ermöglicht. danke an habibati und habibi für eure tatkräftige und mentale unterstützung „isch vermisse eusch“ 😉
und komme wieder!