Stipendium im Museum

Stipendium in der Abteilung für Manufakturelle Schmuckgestaltung des Deutschen Technikmuseums Berlin

Tag: Deutschen Technikmuseum Berlin

Das war’s

Vielen Dank für die wunderbare Zeit!

Heute Abend zeige ich die entstandenen Arbeiten in der Mittenwalderstr. 46, Berlin Kreuzberg – wer Lust hat kommt ab 19h vorbei.

Ich melde mich ab   : )

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von Tolkien zu Giger

Letzte Woche waren hier in der Schmuckabteilung einige Schüler aus Hanau, die sich eine Woche lang in die alten Techniken eingearbeitet haben. Volles Haus also. Zudem noch zwei Meister aus Pforzheim, Fabian, Manfred und Andrea und natürlich ich. In dieser Woche habe ich mich auf die Fertigstellung der Schmuckstücke aus den Zinngussringen konzentriert. Das hieß im Klartext: gießen, löten, aneinanderstückeln, fluchen, nochmal machen (Zinn schmilzt sehr früh und wird kurz vorher bröselig also fällt gerne mal ab, was eben noch dran war), anprobieren (ich habe eine kleine Verbrennung am Hals – voller Körpereinsatz!) und polieren. Die Teile sind mittlerweile fast fertig – aber eben nur fast – deshalb hier erstmal Bilder vom Prozess. Von der Herrin der Ringe zu Alien.

 

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P.S. Danke an Walter für das Bild von mir!

 

Gesichtsbilder

Hier sind die Bilder, die ich letzte Woche hier im Museum mit Anna geschossen habe. Danke nochmal! Die Schmuckstücke sind aus guillochiertem Kupfer, das ich am Ende mit Gießharz überzogen habe. Wie genau ich sie hergestellt habe könnt ihr in den älteren Beiträgen nachlesen. Da sich meine Zeit hier dem Ende zuneigt lege ich dieses Projekt damit zur Seite und widme mich den anderen drei, die ich noch habe – Endspurt!

 

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Schau mich an

Am Wochenende habe ich einige der Schmuckstücke mit den guillochierten Gesichtern fertiggestellt. Am Ende haben wir einen schwarzen Kunststoff (Danke an die Tischlerei!) gefunden, der unheimlich hart ist und bisher das widerstandsfähigste Material für die Vorlage. Am Ende habe ich die Teile mit Gießharz überzogen und erst dann gebogen. So ist die Guilloche gut geschützt und nicht mehr fühlbar, was mir gefällt, weil es noch unklarer macht, wie der dreidimensionale Effekt zustande kommt.

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Ich bereite mich also ganz langsam auf an das Ende meiner Zeit hier vor. Die unterschiedlichen Ansätze, die ich hier verfolgt habe, führen selten zu einem vollständig fertig durchdachten Ergebnis sondern bilden einen Ideenkatalog, auf den ich dann in Zukunft, nach Bedarf, zurückgreifen kann. Trotzdem mag ich es, den Stücken eine Art von Präsentation zukommen zu lassen. Schöne Fotos von ihnen zu machen oder sie möglicherweise in einer kleinen Abschiedsausstellung zu zeigen.

Gestern war dann Anna zu Besuch. Eine Freundin aus Mannheim habe ich relativ spontan als Model eingespannt. Es sind tolle Bilder entstanden (natürlich im Museum gemacht und mit Dank an den Wachschutz für die Taschenlampe). Bald kommen mehr!

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Die Herrin der Zinnringe

Ich habe in letzter Zeit eine Leidenschaft für die Ringe aus dem Zinnguss entwickelt..

 

 

 

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Nur kurz

die Bilder zur Kofferaktion. Ein Workshop für Kinder (und mich) bei dem Koffer aus Schuhkartons gebaut wurden. Danke an Johanna, Andrea und Dieter!

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Hallo Berlin

Hier kommt mein erster Eintrag. Ich bin mittlerweile seit zweieinhalb Wochen hier und fühle mich sehr wohl, gut untergebracht und betreut.

In der ersten Woche habe ich mich in die verschiedenen Techniken wie Guillochieren, Hohlprägen, Zinnguss und Stanzen einweisen lassen, da ich zuvor noch an keinem „Berlin Revisited“ Projekt teilgenommen hatte und daher für mich alles Neuland war. Das bedeutet auch, dass ich an nichts weiterarbeite, oder etwas fortführe, was ich bereits begonnen habe. Kurz gesagt, noch habe ich selbst keine Ahnung, wie mein Projekt hier am Ende aussehen wird.

Hergekommen bin ich mit dem Vorsatz etwas zu schaffen, das clever, einfach und reproduzierbar ist und zudem natürlich die alten Techniken miteinbezieht, dies aber auf eine unkonventionelle und neuartige Weise. Ich habe schnell festgestellt, dass ich mir damit selbst Steine in den Weg lege in Anbetracht der großen Freiheit und quasi unendlichen Möglichkeiten, die sich hier bieten. Diese wollen nämlich ausgeschöpft und nicht direkt eingeschränkt werden. Jetzt befinde ich mich also in einer Phase des Austobens (also nicht direkt, im Augenblick liege ich krank im Bett..).

Durch die weitgehende Unbekanntheit der alten Techniken stahlen sie fast wieder etwas futuristisches aus oder wenn nicht das, dann vielleicht etwas antikes aber etwas antikes von einem anderen Planeten.

Zum Teil im Hinblick darauf habe ich mich mit folgendem beschäftigt:

– das Bauen einer eigenen Welle, also einer eigenen Vorlage für die Guillochiermaschine (zuerst aus Holz, mittlerweile aber aus Kunststoff, was besser funktioniert).

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– Zinnguss (mir gefällt besonders die komplette Form, wie sie aus dem Guss kommt, so sind die Todesstern-Delfine entstanden, die dann auf emaillierte Meeresromantik treffen)

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-multifunktionaler Kopf- und Halsschmuck mit Guilloche und Stanzteilen

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Auf bald,

Rosa

weshalb, für wen und von wem gibt es das PF Revisited Stipendium in Berlin?

Seit ungefähr fünf jahren gibt es jedes zweite semester ein projekt an der hochschule für gestaltung pforzheim, welches sich entweder „Berlin revisited“ oder “ Pforzheim revisited“ nennt. die berliner nennen es “ Pforzheim revisited“, die pforzheimer „Berlin revisited“ (wahrscheinlich, weil die anderen städte ja immer etwas cooler sind, als die, in der man wohnt 😉 der offizielle titel lautet aber „Pforzheim revisited“, das nur am rande.
inhalt des projektes ist, dass die studenten die techniken kennen lernen, mit denen früher der meiste schmuck produziert wurde. Unter anderem sind das techniken wie hohlprägen, pressen, stanzen, guillochieren…
inzwischen sind diese techniken vom aussterben bedroht, weil sie zu ineffizient geworden sind. der meiste schmuck wird nicht mehr aus dünnstem blech geprägt, gerichtet, schließlich montiert und versäubert. heute wird der meiste schmuck gegossen.

damit das handwerkliche know how nicht verloren geht, wurde das „Pforzheim Revisited“ projekt ins leben gerufen. wer dem reiz dieser techniken erlegen ist, der kommt ohne sie kaum ein semester mehr klar. auch wenn die folgenden semester andere themenstellungen haben, kann man das erlernte wissen natürlich weiter anwenden. je mehr fachkenntnisse man besitzt, desto uneingeschränkter ist man bei der umsetzung seiner ideen.

so lange man an der hochschule studiert, sind die maschinen zugänglich. ABER: sobald man fertiger bachelor ist, hat man ein problem. denn wer hat schon einen fallhammer, eine spindelpresse oder eine guillochiermaschine in seiner 1zimmer wohnung oder WG zimmer stehen?
(ich sollte sagen: „bisher“ hat man nach dem studium ein problem, weil die maschinen nicht mehr zugänglich sind… auch hier tut sich gerade einiges…psssst…mehr davon, wenns offizieller ist 🙂

das PF Revisited Stipendium in Berlin richtet sich an diejenigen absolventen der hochschule pforzheim, die sich für die alten manufakturellen schmucktechniken interessiren und gerne mit ihnen weiter arbeiten möchten.

Überhaupt möglich gemacht wird das regelmäßige semesterprojekt, so wie das PF Revisited Stipendium in Berlin durch die gute zusammenarbeit von:
frau Dr. Gabriele Wohlauf, die die schmuckwerkstatt, bzw. die manufakturelle schmuckproduktion im deutschen technikmuseum mit grandiosem elan ins leben gerufen hat und auch in ihrem sogenannten ruhestand weiterhin fürsorglich betreut;
den „old masters“ von der Initiative „Schmuck verbindet“, die ihr wissen mit einer engelsgeduld und einer beachtlichen offenheit für skurile designs an die übernächste generation weitergeben;
herrn Prof. Andi Gut, der das projekt zu seinem steckenpferd gemacht hat und dadurch dem studiengang schmuck und objekte der alltagskultur eine neue facette hinzufügt, indem er die tradition der pforzheimer schmuckindustrie in neuem licht erblühen lässt;
der pforzheimer firma C.Hafner, namentlich frau Dr. Ruth Reisert-Hafner, danke ich herzlich für so viel liebevolles Interesse und tatkräftiges Engagement;
und zu guter letzt dem Deutschen Technikmuseum Berlin, unter der leitung von Prof. Dr. Dirk Böndel, welches im sinne einer modernen museumspädagogik eine lebendige wekstatt befürwortet, in der die besucher die exponate unmittelbar verstehen können, weil sie u.a. von studenten und stipendiaten benutzt werden.
Ein riesiges DANKE an alle beteiligten!