Stipendium im Museum

Stipendium in der Abteilung für Manufakturelle Schmuckgestaltung des Deutschen Technikmuseums Berlin

Tag: schmuck verbindet

Gesichtsbilder

Hier sind die Bilder, die ich letzte Woche hier im Museum mit Anna geschossen habe. Danke nochmal! Die Schmuckstücke sind aus guillochiertem Kupfer, das ich am Ende mit Gießharz überzogen habe. Wie genau ich sie hergestellt habe könnt ihr in den älteren Beiträgen nachlesen. Da sich meine Zeit hier dem Ende zuneigt lege ich dieses Projekt damit zur Seite und widme mich den anderen drei, die ich noch habe – Endspurt!

 

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Ein paar Eindrücke von der aktuellen Workshopwoche! Diesmal kamen Schmuckschaffende aus unterschiedlichen Städten und diversen Schulen/Hochschulen zusammen, um das Angebot der Abteilung Schmuckproduktion im Deutschen Technikmuseum Berlin auszukosten. Es war eine wilde Mischung aus hochmutivierten Leuten, die sich wechselwirkend mit ihrem Elan ansteckte. Auch die Besucher wurden von dem ohrenbeteubenden Lärm magnetisch angezogen, wenn „Dr. Press“ […]

weshalb, für wen und von wem gibt es das PF Revisited Stipendium in Berlin?

Seit ungefähr fünf jahren gibt es jedes zweite semester ein projekt an der hochschule für gestaltung pforzheim, welches sich entweder „Berlin revisited“ oder “ Pforzheim revisited“ nennt. die berliner nennen es “ Pforzheim revisited“, die pforzheimer „Berlin revisited“ (wahrscheinlich, weil die anderen städte ja immer etwas cooler sind, als die, in der man wohnt 😉 der offizielle titel lautet aber „Pforzheim revisited“, das nur am rande.
inhalt des projektes ist, dass die studenten die techniken kennen lernen, mit denen früher der meiste schmuck produziert wurde. Unter anderem sind das techniken wie hohlprägen, pressen, stanzen, guillochieren…
inzwischen sind diese techniken vom aussterben bedroht, weil sie zu ineffizient geworden sind. der meiste schmuck wird nicht mehr aus dünnstem blech geprägt, gerichtet, schließlich montiert und versäubert. heute wird der meiste schmuck gegossen.

damit das handwerkliche know how nicht verloren geht, wurde das „Pforzheim Revisited“ projekt ins leben gerufen. wer dem reiz dieser techniken erlegen ist, der kommt ohne sie kaum ein semester mehr klar. auch wenn die folgenden semester andere themenstellungen haben, kann man das erlernte wissen natürlich weiter anwenden. je mehr fachkenntnisse man besitzt, desto uneingeschränkter ist man bei der umsetzung seiner ideen.

so lange man an der hochschule studiert, sind die maschinen zugänglich. ABER: sobald man fertiger bachelor ist, hat man ein problem. denn wer hat schon einen fallhammer, eine spindelpresse oder eine guillochiermaschine in seiner 1zimmer wohnung oder WG zimmer stehen?
(ich sollte sagen: „bisher“ hat man nach dem studium ein problem, weil die maschinen nicht mehr zugänglich sind… auch hier tut sich gerade einiges…psssst…mehr davon, wenns offizieller ist 🙂

das PF Revisited Stipendium in Berlin richtet sich an diejenigen absolventen der hochschule pforzheim, die sich für die alten manufakturellen schmucktechniken interessiren und gerne mit ihnen weiter arbeiten möchten.

Überhaupt möglich gemacht wird das regelmäßige semesterprojekt, so wie das PF Revisited Stipendium in Berlin durch die gute zusammenarbeit von:
frau Dr. Gabriele Wohlauf, die die schmuckwerkstatt, bzw. die manufakturelle schmuckproduktion im deutschen technikmuseum mit grandiosem elan ins leben gerufen hat und auch in ihrem sogenannten ruhestand weiterhin fürsorglich betreut;
den „old masters“ von der Initiative „Schmuck verbindet“, die ihr wissen mit einer engelsgeduld und einer beachtlichen offenheit für skurile designs an die übernächste generation weitergeben;
herrn Prof. Andi Gut, der das projekt zu seinem steckenpferd gemacht hat und dadurch dem studiengang schmuck und objekte der alltagskultur eine neue facette hinzufügt, indem er die tradition der pforzheimer schmuckindustrie in neuem licht erblühen lässt;
der pforzheimer firma C.Hafner, namentlich frau Dr. Ruth Reisert-Hafner, danke ich herzlich für so viel liebevolles Interesse und tatkräftiges Engagement;
und zu guter letzt dem Deutschen Technikmuseum Berlin, unter der leitung von Prof. Dr. Dirk Böndel, welches im sinne einer modernen museumspädagogik eine lebendige wekstatt befürwortet, in der die besucher die exponate unmittelbar verstehen können, weil sie u.a. von studenten und stipendiaten benutzt werden.
Ein riesiges DANKE an alle beteiligten!