Stipendium im Museum

Stipendium in der Abteilung für Manufakturelle Schmuckgestaltung des Deutschen Technikmuseums Berlin

Tag: verpackung

Aaron Fischer – Die Sache mit der Verpackung

 

Die letzten Monate gingen super schnell vorbei und ich werde die unterschiedlichen Projekte die ich verfolgt habe, nun der Einfachheit halber, in unterschiedlichen Kapiteln erläutern und davon Berichten.

Anfangen werde ich da wo ich das letzte mal aufgehört hatte.

Die Sache mit der Verpackung

Wisst ihr noch wie ich die Verpackung mit der Dose als Vorbild aus Papier bauen wollte?

Ganz so wie ich mir das vorgestellt hatte hat es leider nicht funktioniert, aber zum Glück ist man ja Flexibel und findet andere Lösungen oder Ansätze.

Aber alles hat seine Ordnung und ich schildere mal euch wie das alles abgelaufen ist.

Ich hatte mir im Museum Formen 3D drucken lassen mit denen ich mir erhoffte das frisch geschöpfte Papier zu pressen. Zwischen zwei Heizplatten gepresst und auf 50°C erwärmt habe ich das Papier sozusagen in Form gebügelt. Das Papier musste noch nass sein damit es seine Form behält. Man könnte es sich wie fortgeschrittenes und etwas kompliziertes Pappmaché vorstellen.

Das trocknen dauerte aber viel zu lange und das Plastik half nicht unbedingt bei dem Prozess, so dass das Papier zu müffeln angefangen hatte. Als es dann an der Luft getrocknet ist, hatte es sich endgültig auch noch stark verzogen.

Um das Problem der Trocknung zu umgehen, hatte ich als nächstes Gips im Sinn. Da dieser bis zu einem gewissen Grad Luftdurchlässig und sehr saugstark ist, könnte er dieses Problem lösen.

Also Gips gekauft und Formen gebaut, ein paar mehr als nötig, da ich etwas mit dem Trennmittel experimentieren musste. Und sobald diese endlich Trocken waren (zwei drei Tage über der Heizung) konnte endlich wieder gepresst werden. Die Trocknung war eindeutig Optimiert, der Gips sog und die Heizplatten heizten. Dummerweise dauerte das ganze immer noch einen guten Tag und das für nur eine Hälfte der Verpackung. Wenn man das in seinem Kopf grob durchrechnet merkt man schnell das es sich nicht wirklich lohnt… Da ich, dass was ich hier in diesem Stipendium lerne und entwickle, gerne später auch weiter nutzen möchte, muss ich mir was anderes einfallen lassen. Und als ob die Papiere meinen Gedanken unterstreichen wollten, hatten sie sich nach einer Woche gemeinsam verzogen.

Zeitlich gesehen stand dann schon bald Weihnachten vor der Tür und ich hatte mich erst mal anderen Dingen gewidmet die ich auch noch Schildern werde.

Nach Weihnachten hatte ich einen neuen Gedanken gefasst. Was ist wenn ich den Schmuck direkt im Papier einpacke?

Gesagt, getan und siehe da es funktioniert! Das Papier verzieht sich noch immer, aber in der neuen Ästhetik passt das nun besser. Das Papier lässt sich nun auch im Nachhinein wenn es schon getrocknet ist gut prägen.

Das ist nun der neueste Stand in Sachen Verpackung, ob auch größere und sperrigere Schmuckstücke gut passen muss ich noch ausprobieren, aber leider ist der nette Kollege Martin aus der Papiermanufaktur zurzeit nicht anwesend. Aber sobald er wieder das ist geht es gleich weiter.

Intro Aaron Fischer

 

Ein großes Hallo erst mal!

Hiermit meldet sich der 13te Stipendiat aus dem Museum! Auch Aaron genannt, manchmal auch Aaaron. Je nach Gusto.

Gästeausweis

Wie man schon auf dem Kärtchen sieht, bin nun ich schon fast zwei! Monate im Museum und melde mich somit etwas Spät. Ich habe mich leise und heimlich im Museum eingeschlichen. Der Erste Monat war noch etwas zerrissen mit Ausstellung und anderen notwendigen Reisen welche ich nicht vorhergesehen hatte.

Das hört sich jetzt so an als ob ich nichts gemacht hätte, was natürlich rein gar nicht stimmt!

Ich war schon fleißig und habe (fast) alle Maschinen und Techniken die es so hier gibt ausprobiert, vom Ausstanzen bis zum Zinngießen. Die Werkstatt und das Museum ist ein wahres Paradies und ein Spielplatz von Möglichkeiten den ich die nächsten Monate ausreizen werde.

Hier ein Kleiner Überblick der Sachen die ich bis jetzt ausprobiert habe :

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Besonders interessiert mich das prägen und die Neuanfertigung der Prägewerkzeuge, was mich auch schon im 4. Semester, im Rahmen des „Pforzheim Revisited“-Projekts beschäftigt hatte.

Wie man sieht habe ich passend zu Halloween schon Totenköpfe geprägt, das Gesenk dazu habe ich kurzer Hand in den noch weichen Stahl graviert. Probestücke lassen sich so schon herstellen aber auf lange Sicht muss der Stahl noch gehärtet werden.

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Auch die Herstellung von Dosen und Verpackung hat mich in den Vergangenen 2 Monaten nicht los gelassen. Als erstes habe ich eine Dose aus Prägeteilen des Museums gefertigt, welche eine eingebaute Schnappfunktion hat und danach eine rein Handgefertigte.

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Der Grund für die runde Dose war eine Überlegung: Wie kann man eine Versiegelte Verpackung machen, welche sich nach dem öffnen nicht mehr auf die selbe Weise versiegeln lässt aber trotzdem noch als Dose verwendbar ist. Eine Art Hybrid aus Überraschungsei und Fabergé. Ein Überraschungs Fabergé Ei sozusagen.

Für die Runde Dose fehlt noch eine Versiegelung, welche durch das Guillochieren einzigartig gemacht werden könnte. Ähnlich den Zeichnungen auf den Geldscheinen, wo auch das Guilloche zum Einsatz kommt.

Die Nächsten Wochen werde ich mich daran versuchen den selben Gedanken in Papier umzusetzen.

Gerade lasse ich eine Form 3D-Drucken mit der sich hoffentlich in frischer Papiermasse Teile für Dosen pressen lassen. Netterweise darf ich auch in anderen Abteilungen und Werkstätten arbeiten und somit werde ich demnächst ein wenig Zeit in der Papiermanufakur verbringen.

Was dann überhaupt in die Dose Kommt und ob die Form der Dose den Inhalt bestimmt, der Inhalt die Form der Dose oder ob die Dose an Sich der Inhalt ist und was das alles dann mit dem Prägen und dem Guillochieren auf sich hat, das sind die Fragen die in den nächsten Monaten geklärt werden!

Ich werde euch auf dem Laufenden halten!